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Nachfolgend eine
Kaufberatung mit grundlegenden Tipps, die man beim E30 Gebrauchtwagenkauf
beherzigen sollte. Der E30 ist mittlerweile mindestens 13 Jahre alt, da sollte man schon
mal „einen genauen Blick riskieren“, um keinen Schrott zu kaufen.
Die
heutige Marktlage:
E30
fahren kann man mit etwas Glück ab EUR 0,00 ! Man
bekommt durch Zufall immer mal wieder einen „alten BMW“ angeboten, da
manche „Fachbetriebe“ sich das Entsorgen bezahlen lassen. Bei Ebay und
mobile.de finden sich hin und wieder Angebote für wenige hundert Euro und
nicht alles ist reif für die Schrottpresse.
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Realistisch
betrachtet werden TÜV / fahrbereite E30 zwischen EUR 350,00 und EUR
2500,00 gehandelt, wobei die (meiner Meinung nach verkannten) eta Modelle
und die 320i Modelle (von den Vergaser Fahrzeugen abgesehen) den günstigsten
Einstieg in die Sechszylinderwelt symbolisieren. Die günstigen 316i und
318i mit M40 Motor sind fast durch die Bank von Nockenwellenproblemen
geplagt, das sollte schon vor dem Kauf klar sein.
Wer
in Richtung Touring tendiert, sollte zwischen EUR 1200,00 und EUR 3500,00
einplanen, sowohl späte 318i, als auch gut ausgestattete 325i / ix
Modelle sind immer noch nicht wirklich günstig. Der Touring hat sehr oft
ein Rostproblem, hier ist intensive Suche nötig. |
Die
E30 Cabrio Welt startet bei ca. EUR 2000,00 wobei dann aber schnell EUR
1000,00 als Ersatzteilkosten ( TÜV, Verdeck etc.) hinzukommen können.
Vernünftige E30 Cabrios
sollten ab EUR 3000,00 zu erhalten sein, für EUR 5000,00 und mehr kann
man schon erstklassig erhaltende Fahrzeuge erwarten.
Sicherlich ist das E30 Cabrio eines der
zeitlos klassischsten Fahrzeuge, aber 10-19 Jahre hinterlassen ihre
Spuren…
Die
kommenden Klassiker werden wie so oft die gut ausgestatteten, PS- / und
Hubraumstarken Modelle 325i 318is und natürlich M3 werden (siehe 2002ti/tii/turbo
/ 3,0CSL) und dann mit Sicherheit im „Original Look“. Die
Vorfacelift Modelle (bis 7/87) vor allem die mit guterhaltenem Chrom
werden mittlerweile nur noch äußert selten angeboten. Mal ehrlich, wer
hat wann das letzte Mal einen wirklich guten, originalen Chromstoßstangen-E30
gesehen ?
Die
M3 Modelle spielen schon heute dank Youngtimerrennserie und
Langstreckenrennen, sowie minimalistischer Stückzahl beim M3 Cabrio in
einer anderen (Preis-) Liga. Ähnliches gilt für Fahrzeuge von Alpina,
Hartge, Schnitzer, Kelleners und Co., die Stückzahlen sind gering, die Preise auf
Liebhaberniveau !
Grundsätzlich
sollte eine Kaufentscheidung für einen bestimmten E30 an seinem
Karosseriezustand festgemacht werden. Mängel am Blech (Rostschäden) sind
nur schwer restlos und dauerhaft zu beseitigen. Bei der großen Auswahl an
Fahrzeugen, sollten nur rostfreie Exemplare gekauft werden. Mängel an der
Technik sind in fast jedem Fall mit überschaubaren Mitteln aus der Welt
zu schaffen.
Ersatzteile:
Bis
auf einige Polster und Stofffarben ist die Ersatzteilversorgung für
Neuteile beim BMW Händler bestens abgedeckt. Gebrauchtteile sind
ebenfalls in großen Mengen verfügbar. Auf fast jedem Schrottplatz steht
in irgendeiner Ecke ein E30. Technikteile (Motoren, Getriebe usw.) werden
für äußerst kleines Geld angeboten. Einige Extras (Klimaanlage, EFH,
ESSD, Tempomat, Chromteile) haben heute schon ihren Wert und werden dank
geringerer Verfügbarkeit diesen auch nicht verlieren.
| Die
Mängelsuche an der Karosserie |
Der Zahn der Zeit nagt beim E30 gerne an folgenden Bereichen:
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- Frontscheibenrahmen im Bereich der
Plastikgitter (besonders M3)
- Falz vom Scheibenrahmen zur Spritzwand (unter dem Plastikgitter)
- Wagenheberaufnahmen
(Seitenschweller unten)
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- Federbeindome vorne (Bereich zum Kotflügel
und Richtung Sicherungskasten/Batteriekasten). Bei den neueren Modellen kaum
ein Problem, bei älteren Fahrzeugen vorallem auch M3 kann es hier schon
mal richtige Löcher geben.
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-Radhaus oberhalb des Längsträgers
(da wo der Bremsleitungshalter sitzt)
-Längsträger im Bereich der Motorlager muß exakt aussehen
wie im Bild, sonst repariert Frontschaden
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-Federbeindom hinten (besonders Übergang
zum Kofferraumboden), bei neueren Fahrzeugen meist unkritisch.
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-Bereich um die Nummernschildbeleuchtung,
die Beleuchtungseinheiten sind meist völlig fertig
-Bereich hinter dem Nummernschild (Gibt manchmal ne echte Überraschungen
!)
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-Reserveradmulde / Wagenheberbefestigung,
etc trocken ? Sonst Dichtung Deckel / Rückleuchten undicht !
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-Heckendenblech !!! (Beim M3 nur sichtbar,
wenn die hintere Stoßstange abgenommen ist !!!)
-Übergang C-Säule Seitenteil (nur M3)
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-Radläufe, häufige Ursache
sind unprofessionell umgelegte Kanten
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-Türunterkanten
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-Touring Heckklappe unterhalb und seitilich
der Scheiben hinter den Plastikleisten
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-Heckklappenfalze Touring
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Der E30 hat
bis auf einige Ausnahmen kein großes Rostproblem. Es gibt die typischen
Stellen, aber bei guter Pflege und besonders bei Garagenfahrzeugen ist Rost
kein Thema. Unfallfreie Fahrzeuge ab 87 sind teilweise in unversehrtem
Karosseriezustand erhältlich. Das Suchen nach einer perfekten Karosse
ist sehr sinnvoll. Die Vorfaceliftmodelle bis 7/87 sind hingegen schon viel
seltener in perfektem Zustand zu finden. Die M3 der Baujahr 86-88 sind anfällig
für Rostprobleme, hier mal einen
extremes Beispiel. Auch die E30 Touring haben grundsätzlich ein Rostproblem,
fast immer ist die Heckklappe betroffen. Hier gibt es Schwierigkeiten rostfreie
Ersatzteile zu finden.
Cabrio allgemein:
- el.Verdeck auf Funktion prüfen
- Verdeckstoff im Türbereich (Risse, ausgefranst von den Seitenscheiben)
- Dichtung / Auflagefläche des Scheibenrahmens in Ordnung / Dicht
?
- Verdeckkasten einer Sichtprüfung unterziehen (Rost?)
- Dämpfer vom Heckdeckel / Verdeckkasten in Ordnung ?
| Die
Mängelsuche am Fahrwerk |
Der E30 hat wie viele andere BMWs das Problem, dass die Gelenke der Vorderachse ausschlagen.
Hinzu kommen die bei fast jedem Gebrauchtwagen defekten Hinterachsbuchsen
(Tonnenlager).
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-Federbeinstützlager vo / hi (Domlager)
Das sind
die Gummi/Metalllager, an die die Stoßdämpfer verschraubt werden
und die Verbindung zur Karosse darstellen. Sind diese hinten defekt (viel
Spaß beim Touring, hier müssen etliche Verkleidungen demontiert
werden…), merkt man dies an einem nervigen „üüööö
üüüööö“ Geräusch, quietschendes Gummi
! (Bild hinten siehe Karosse:Federbeindom hinten).Der Ausbau und Tausch selbst
ist sehr einfach (Wagenheber unter Diff, SW 19 Stoßdämpfer lösen,
2x SW13 und Dämpfer samt Stützlager ist draußen. Dann mittels
SW19 und SW7 (oder Amboß) Dämpfer von Lager trennen. Vorne machen
sich eher Knackgeräusche bemerkbar und sind nur mittels zerlegen des
Federbeins möglich (Federspanner absolut nötig !)
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-Spurstangen / Querlenker
Die Gummimanschetten werden porös und das Lagerfett tritt aus. TÜV-Kriterium
!
Aber hier bitte keine gebrauchten Querlenker kaufen, die kosten NEU (Stahlgruber,
etc.) nicht die Welt (60 EUR).
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-Querlenkergummis
Diese schaffen die Verbindung vom Querlenker zur Karosse und sind meistens
noch die ersten … sprich gerissen (kein TÜV !!) Der Wechsel (Bühne
vorausgesetzt) ist auch recht einfach, wenn man eine befreundete Werkstatt
hat, da das Lager selbst aus dem Halter ausgepresst und ein neues eingepresst
werden muss.
2x Schrauben
hinten an der Karosserie (SW 17) lösen, Querlenker nach unten drücken.
Mittels Spurstangenabzieher Querlenkergummi
abziehen, zu freundlicher Werkstatt fahren, altes Gummilager auspressen lassen,
neues einpressen lassen.
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Der Pfeil zeigt zur Erhebung am Gussteil,
also zur Fahrzeugmitte, VIEEEEL Spüli und Gummilager mittels Muskelkraft
und Drehbewegungen auf den Querlenker pressen, Schrauben anziehen.
Zu beachten gibt’s nicht viel, außer, dass das Auto nicht auf einen
drauffällt, man etwas Schmalz im Arm haben sollte und Spüli das
einzig Wahre ist.
Abb.: M3 E30 Lager exentrisch
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Ach ja, es gibt
verschiedene Querlenkergummis wobei das exzentrische Vollgummilager vom M3
E30 die Fahrwerksgeometrie verändert und einer nachträglichen Spureinstellung
bedarf. Wer das nicht möchte, kann aber auch das symmetrische Vollgummilager
des E36 M3 3.2
nehmen. Für Sonntagsfahrer reicht auch das normale Lager
(siehe Bild links).
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-Tonnenlager Hinterachse
Sie stellen die Verbindung der Hinterachse
zur Karosse her. Das einvulkanisierte Metallteil reißt aus und die
Hinterachse wird nicht mehr richtig geführt. Der TÜV kontrolliert
die Lager immer, da sie eine bekannte BMW Schwachstelle sind. Bei einem Defekt
spürt man auf der Autobahn ein unruhiges Heck, es schwimmt vorallem
bei Seitenwind etwas von links nach rechts.
Der Wechsel mit Spezialwerkzeug dauert ca. 45min, ohne Spezialwerkzeug fast
einen Tag und reichlich Nerven. Kosten für den Wechsel bei BMW ca. 150-180
EUR. Die Tonnenlager (EUR 22,00/Stk.) sollten im Preis inbegriffen sein.
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-Differenziallager
Auch diese leiern im Laufe der Zeit aus und das Diff bekommt Spiel.
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-Servo undicht ?
Auch für die Servo gibt es Dichtsätze, einfacher ist aber der
Tausch des Lenkgetriebes gegen ein dichten Gebrauchteil. Sollte keine Servo verbaut sein, kann
man die einfach nachrüsten. Wichtig ist hierbei allerdings, dass die
Halteplatte der Servopumpe zum entsprechenden Motor (4- od. 6-Zylinder) passt
und ALLE benötigten Teile (Behälter, Schläuche, Servopumpe,
Lenkgetriebe, Riemenscheibe und Kreuzgelenk) dabei sind. Das Kreuzgelenk der Lenkung ohne Servo
ist nämlich länger und kann nicht verbaut werden. |
| Die
Mängelsuche an der Bremsanlage |
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-ABS funktioniert ? Lampe muss bei Zündung
EIN Leuchten, nach Start des Motors verlöschen. Oft wird die Lampe einfach
entfernt um den Mangel zu verbergen.
-Bremsscheiben
ok ? (Riefen, Rand an der Bremsscheibe, Risse ?)
-Dicke der Beläge ausreichend ?
-Tragbild (Auflagefläche der Bremsbeläge gleichmäßig
/ großflächig) ok
-Bremsschläuche porös ?
-Bremsleitungen rostig ?
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| Die
Mängelsuche am Antrieb |
-Sichtprüfung
Motor: Ölverlust Kopf, Ölfilterkopf, Ölwanne
Ölverlust wird auch beim TÜV bemängelt, wobei man durch Nachziehen
der Ölwannenschrauben (SW10) meist effektiv Gegenwirken kann.
Beim M20 2,5er Motor kostet ein Dichtsatz für den Ölfilterkopf
knapp EUR 4,00.
-Motorölstand prüfen
-Öleinfüllstutzen abnehmen: Schaumbildung / schwarze Ablagerungen
? -> ungünstig
Schwarze Ablagerungen deuten auf Kurzstreckenbetrieb und/oder billiges Öl,
bzw. lange Wechselintervalle hin. Ein solcher Motor sollte erst wieder „eingefahren“
werden und nicht gleich auf der Autobahn „freigebrannt“ werden.
Gerade der M20 Motor (320i, 325i) ist bekannt für Kopfrisse.
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Sieht es im M20 Zylinderkopf nach Caramelcreme
aus, ist es zu 99% nicht mit einer neuen Kopfdichtung getan. Man muss den Zylinderkopf demontieren
und der Sache auf den Grund gehen.
Hierzu werden
Kipphebelwellen, Kipphebel und die Nockenwelle demontiert und der Kopf gesäubert.
Besondere Betrachtung genießt nun der Bereich zwischen Zylinder 6-4
(die Zylinder zur Spritzwand hin).
Sieht es so aus, ist der Kopf Schrott. Ein Riss (rot markiert) zieht sich
oft von Zylinder 5 über die Lagerschale der Nockenwelle bis zu Zylinder
4.
Schwarz markiert ist der Wasserkanal, der im Kopf verläuft.
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Beim M40 (neuere 316i und
318i) ist besonders die Nockenwelle
bekannt dafür, dass sie einläuft. Der Wagen erreicht dann weder
Höchstgeschwindigkeit, noch Höchstdrehzahl.
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-Kühlwasserbehälter: Wasserstand
o.k. ?
Ölschleier / Schaumbildung deuten auf defekte Zylinderkopfdichtung
oder Kopf hin.
Leuchtet die Kühlwasserdiode im Checkkontrol (nur 6-Zylinder) und der
Kühlmittelstand ist hoch genug, ist entweder der Stecker defekt, der
Geber verkalkt oder defekt.
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-Zahnriemen regelmäßig gewechselt
?
Hier sollten die je nach Motortyp unterschiedlichen Wechselintervalle beachtet
und eingehalten werden. Reißt der Zahnriemen hat man meist einen wirtschaftlichen
Totalschaden produziert. Kosten des Riemens mit Spannrollen / Wasserpumpe
(ca. EUR 90,00) stehen in keinem Verhältnis zu einem AT-Motor…
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-Sichtprüfung
Getriebe: Ölverlust (kann auch von Ölwanne kommen!) / Getriebeausgangswelle
-Schalter Rückfahrscheinwerfer dicht ?
Wobei allerdings zu sagen ist, dass ein schwitzendes Getriebe zum BMW Alltag
gehört.
-Hör- / Fahrprobe (Schaltbarkeit -> Synchronringe / Ausrücklager)
-Getriebeölstand prüfen
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-Sichtprüfung Differenzial: Ölverlust
zu den Antriebswellen ?
-Differkennung:
BMW hat zwei verschiedene Gehäuse verbaut, wobei die großen Gehäuse
(zu erkennen an den untereinander sitzenden Inbusdeckeln) bei den späten
323i und Standard im 325i, sowie M3 verbaut wurden. Die Vierzylinder und
der 320i sowie die frühen 323i kamen mit der kleinen Variante.
Man kann aber problemlos die großen Diffs anstelle der kleinen verbauen.
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Metallfähnchen auf der Rückseite
geben Aufschluss über Übersetzung und Art des Diffs:
V~ Viscosperre (ix) / S~ Sperrdiff 25% / Zahl danach ~ Übersetzung
(4,10/3,91/3,73 etc)
Ein großes weißes „S“ wurde als zusätzliche Erkennung auf
die Oberseite der Sperrdiffs lackiert.
Gut zu erkennen ist auch der Stecker des Tachoantriebs.
-Heulen im Fahrbetrieb ? (Zahnflankenspiel)
-Diffölstand prüfen
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| Die
Mängelsuche an der Elektrik |
-Scheinwerfer einer Sichtprüfung unterziehen (Risse, beschlagen, blind)
Die ab 9/87 verwendeten DE-Scheinwerfer bieten nur wenn sie in Ordnung sind
besseres Licht als die Scheinwerfer der älteren Modelle. Bei beiden
Varianten kann man aber durch Verwendung von +50% Glühlampen (Phillips
Premium, etc.) eine Verbesserung des Fahrtlichtes erwirken.
Als Hersteller kamen sowohl BOSCH als auch HELLA zur Verwendung. BOSCH ist
bei den DE Scheinwerfern besser, da der Reflektor aus Metall nicht aus chrombedampften
Plastik besteht (Reinigung möglich).
-Alle el. Ausstattungsmerkmale auf Funktion prüfen (EFH/ESSD/SHZ/SW-WIWA/ZV/etc)
Gerade Schalter und Kontakte kosten mal schnell um die EUR 20,00 bei BMW.
-Zuckender DZM und dauerhaft glimmende Servicelampen deuten auf einen Defekt
der Akkus der SI-Platine hin
| Die
Mängelsuche im Innenraum |
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Neben dem 4-Speichen Standardlenkrad
ist gerade das M-Technik I Lenkrad (Abb. oben) weit verbreitet, vor allem das M-Technik
II Lenkrad (Abb. unten) aber sehr gesucht. Neben diesen Lenkrädern gab es noch ein
Dreispeichen BMW Sport-Lederlenkrad, dass es neben der normalen Lederausführung
in einer seltenen „woodline“ bzw. „blackline“ Ausführung gab.
Von unzähligen Anbietern (Alpina, Hartge, Schnitzer, Momo, etc.) gibt
es eine Vielfalt Lenkräder für den E30, es sollte also für
jeden das passende dabei sein.
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Beim E30 gab es natürlich auch eine lange Sonderausstattungsliste zu
BMW Preisen zum Basisfahrzeug.
Preisbeispiel September 1986
318i Kat
DM 26.850,00
320i Kat
DM 30.900,00
325i Kat
DM 38.300,00
Airbag
DM 2.310,00
Antenne automatisch DM 250,00
Fensterheber vo+hi DM 1.590,00
Klimaanlage
DM 2.950,00
Leder
DM 2.450,00
Schiebedach elektrisch DM 1.530,00
Servolenkung
DM 1.100,00
Sperrdifferential (25%) DM 780,00
Sportsitze
DM 980,00
Dieser Auszug soll einfach verdeutlichen, dass man schnell einen 320i durch
einen zweiten Außenspiegel, Sitze, Metalliclackierung und ein paar
elektrische Helferlein auf das Preisniveau eines 325i heben konnte.
Somit ist es nicht verwunderlich, dass man lange nach einem gut ausgestattetem
E30 Ausschau halten muss. Sicherlich gibt es gut ausgestattete Fahrzeuge
(viele 325i Tourings oder 325ix Modelle), gerade um den Kunden damals zu
verdeutlichen, „was möglich wäre“, oder als „Anreiz“ für ein
schwerverkäufliches Modell. Allerdings ist der Begriff „Vollausstattung“ eher ein Wunschtraum.
Wer jetzt einen E30 kaufen möchte, hat äußerst gute
Karten. Das Angebot ist groß, die Preise im Keller. Wirklich gute
Fahrzeuge sind aber nur mit etwas Aufwand zu finden. Eine Detailprüfung vor
dem Kauf schützt vor späterem Ärger.
E30 Liebhaber sollten sich
jetzt langsam gut erhaltene Cabrios und unverbastelte 325i
sichern. Bei den M3 Modellen ist der Zug schon abgefahren, die Preis sind
in den letzten 2 Jahren deutlich angestiegen.
Alf.Dickhaut@t-online.de
tino@e30.de
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