Hallo BMW Fans, ich möchte Euch meinen 335iC
vorstellen. Ich habe Wert auf Originalität gelegt und daher bis
auf den Motorumbau nichts am Auto verändert. Der Motorumbau war
nötig, weil der 320i Motor einfach nicht im nochmals schwererem
Cabrio zu gebrauchen ist. Es gab mehrere positive Nebeneffekte. Der
Verbrauch sank von 12 auf rund 11 Liter. Das Auto kam vorn minimal
tiefer, somit stimmt die Optik ohne Veränderungen am Fahrwerk. Das
Fahrverhalten ist nun ein ganz anderes, es wird bevorzugt im unteren
Bereich mit ordentlich Dampf gefahren. Bis vor kurzem hatte ich einen
3,0 Porsche 911, welcher sicherlich deutlich sportlicher und schneller
war. Aber immerhin konnte meine Frau mit dem Cabrio ganz gut folgen. Das Fahrzeug hatte beim Umbau
echte 120tkm drauf. Die Außenfarbe ist cyrrusblaumetallic und
wurde 2003 erneuert. Der ganze Wagen ist aufwendig
hohlraumversiegelt.Innen wurde bewußt der blaue Stoff belassen. Den Motor habe ich von Tino
Trümer im Jahre 2003 einbauen lassen. Aktuell spiele ich
mit dem Gedanken den Wagen zu verkaufen. Er ist in Österreich
zugelassen, aufgrund der Serienoptik (auch im Motorraum) gab es bisher
keine Beanstandungen beim Pickerl. Ich würde den Wagen aber auch
nach Deutschland verkaufen. Interessenten können sich gern bei mir
melden. Besitzer: g.bursik@baumit.hu
Eckdaten des Umbaus:
Weitere Details von Tino zum damaligen Umbau: Bei diesem Umbau habe ich zum ersten Mal den originalen E30 Motorkabelbaum (320iC Bj.90) weiterverwendet. Ich muss sagen, dass daß die beste Variante ist. Kein Umklemmen am Motorstecker, kein zu kurzes Kabel am Steuergerät und keine Fehlerquellen durch neu verlegte Kabel für die Relais. Einzig die Zuleitung zum Luftmengenmesser ist zu verlängern, was aber kein Problem ist, da hier einfach die Ummantelung um ca. 40cm zurück zuziehen ist und schon stimmt die Länge. Die Leiste in der die Einspritzleisten befestigt sind, ist mit dem E30 Motorkabelbaum zu konfektionieren, hier müssen teilweise kleine Plastikteile bei BMW nachgekauft werden, dafür passt nachher alles optimal. Um Kühlproblemen aus dem Weg zu gehen wurde der E28 Kühler verbaut, zusammen mit der Änderung am Zylinderkopf ergibt sich ein relativ überdimensioniertes stabiles System. Der E-Lüfter schaltet sich nur im Stadtverkehr dazu. Die Wahl des Getriebes erwies sich als günstig. Durch die kurze Bauform (im Gegensatz zu dem im 335iC/1 verbautem E23 Getriebe) passen die Schaltgestängeelemente des E30 mit kleinen Modifikationen optimal. Wieder eine Fehlerquelle weniger. Das Differential ist mit 3,25:1 relativ lang ausgelegt, somit ergibt sich immer ein niedriges Drehzahlniveau. Auf Dauer hat sich diese Übersetzung bewährt. Für Hobbyrennfahrer sollte es besser eine Nummer kürzer sein. Der Auspuff ist im vorderen Bereich kompromisslos auf möglichst wenig Leistungsverlust ausgelegt. So gibt es keine engen Bögen oder ähnliches am Hosenrohr. Stattdessen muss der Beifahrerfußraum stark nach hinten wandern. Diese Modifikation ist allerdings im Innenraum nicht zu bemerken, da an der betreffenden Stelle eh ein ca. 20 cm dicker Polystyrolbrocken in den Teppich eingelassen ist. Dieser wird zurechtgeschnitten und somit die Blechveränderung ausgeglichen. Der 325i Endtopf ist zunächst für diesen Motor zu klein, aber er sorgt für ein gegenüber dem 320iC kaum verändertes Lautstärkeniveau. Der Motor hört sich zwar sehr kräftig an, aber der Pegel ist dem stressfreien Offenfahren angemessen. Der Fahrtest zeigt minimale Einbußen im obersten Drehzahlbereich, die kann man aber wegen dem Hubraum leicht verschmerzen. Der Fahrtest begeistert durch den unauffälligen durchzugskräftigen Antrieb. Fühlt sich ein bisschen wie ein moderner Turbodiesel an, solange man sich im unteren Drehzahlbereich aufhält. Genau dies fördert ein entspanntes Dahingleiten, zu dem das Cabrio ja geschaffen ist. Dreht man die Gänge weiter aus, ergeben sich relativ unspektakulär erstaunliche Fahrleistungen, der Motor muss dabei nicht bis 6000 Umdrehungen gedreht werden, auch früheres Schalten sorgt für optimalen Anschluß des nächsten Ganges. Aufgrund der guten Materialbasis und ich denke auch nicht zuletzt wegen der Umbauqualität erfreut das Fahrzeug seinen Besitzer durch Verbrauchswerte von 10,5 Liter bei Autobahnfahrten, im Bereich zwischen 120 und 180 und bis zu 12 Litern in der Stadt. Deutlich mehr als 13 Liter lassen sich auch durch scharfe Fahrweise nicht erreichen. Getankt wird Superbenzin um einen sicheren Abstand zur Klopfgrenze einzuhalten. Der Motor wurde in der Position III montiert. Der Dank für die Mühen des weit nach hinten gesetzten Motors ist ein sehr gutes Fahrverhalten trotz Serienfahrwerk! Der Besitzer stimmte dem zu, als er nach einer ersten Probefahrt keine spürbaren Änderungen zu dem früheren 320i Fahrverhalten feststellen konnte. Die 60kg Mehrgewicht liegen eben nicht vollens auf der Vorderachse sondern verteilen sich relativ gleichmäßig. Die in den Kofferraum verlegte Batterie, der gegenüber vorher weiter nach hinten versetzte Wasserbehälter und nicht zuletzt wegen der weit hinten positionierten Katanlage. Das M3 E30 Differential ist zudem auch einige Kilos schwerer als das 4,27er in kleinem Gehäuse. Der E-Lüfter wurde wegen der südlichen Heimat des Fahrzeuges zunächst nicht aus dem BMW-Programm verwendet. Vielmehr wurde anfangs ein relativ großer Metalllüfter aus einem amerikanischem Geländewagen. Nach einigen praktischen Tests wanderte dann doch ein M3 E30 Lüfter rein, große Optik heisst noch lange nicht große Kühlleistung. Wegen der Position des Thermoschalters am Thermostat läuft er relativ frühzeitig an und gleicht auch den entstehenden Wärmestau nach Abschalten des Motors aus, indem er recht lange nachläuft. Im Innenraum befindet sich noch eine manuelle Zuschaltmöglichkeit mit integrierter Kontrollleuchte. |