|
M30: Modifikation
Ansaugspinne |
Hallo Leute,
in letzter Zeit häufen sich bei mir die Anfragen, wie man eine originale E34/E32
Ansaugbrücke für den 335i-Umbau so umrüstet, dass die Drosselklappe, wie bei den
alten Alpinas, auf der linken Seite sitzt.
Man benötigt zuerst eine Drosselklappendichtung um die spätere Position, aber
vor allem die vier Gewindelöcher (M5) anzuzeichnen. Um das mittlere, große Loch
anzuzeichnen, kann man ebenfalls die Dichtung verwenden. Um dieses Loch nun in
die Ansaugbrücke zu bekommen, gibt´s zwei Möglichkeiten: 1. ihr bohrt entlang
der angezeichneten Linie viele kleine Löcher und feilt das ganze dann am Schluß
schön zurecht, oder 2. man verwendet einen 'Kreisschneider', mit dem man eine
exakte Bohrung hinbekommt. Kreisschneider bekommt man für ein paar Euro im
Baumarkt.
Wenn ihr also einen Kreisschneider verwenden wollt müßt ihr erst einmal, über
die Diagonale der vier Gewindebohrungen, die Mitte des großen Loches ermitteln.
Dann wird gekörnt und erst einmal eine 'Führungsbohrung' für den Kreischneider
gebohrt. Der Durchmesser ist abhängig vom Führungszapfen des Kreisschneiders.
Nun könnt ihr den Radius schön einstellen, indem man den Kreisschneider in die
Führungsbohrung steckt und die Schneide zum Anriss hin einstellt. Man kann auch
den Radius messen und per Zollstock einstellen (Bohrung 60mm-Radius 30mm).
Ich habe dann beim Anpassen gemerkt , dass die Auflagefläche etwas gewölbt ist,
so das man diese vorsichtig mit der Flex und einer Fächerscheibe angleichen muß.
Besser wäre natürlich diese Fläche zu Fräsen. Da ich natürlich alles außer einer
Fräse habe, blieb nur die Flex. Mit ein bißchen Gefühl in den dicken Fingern
geht das aber ganz gut. Wenn das erledigt ist steckt man nun von innen vier
Schrauben (M5x40) durch die Gewindebohrungen und schon kann man die
Drosselklappe montieren. Vorher aber schön alle Späne sorgfältig aus dem
Innenraum entfernen.
Die alte Bohrung, auf der rechen Seite, habe ich mit einer vier Millimeter
starken Aluplatte und einer selber geschnittenen Dichtung verschlossen. Jetzt
kann man noch einen Durchbruch in die Ansaugbrücke Fräsen um, wie bei Alpina,
dort einen Schlauch oder ein Rohr für die Motorentlüftung herzulegen. Das
erfordert dann aber wieder einen Anschluß in der Drosselklappe, den man aber
auch problemlos bohren kann.
Was auf jeden Fall noch zu machen ist, ist ein Durchbruch für den Gaszug. Da die
Drosselklappe ja jetzt anders herum sitzt, muß man einen von Alpina verwenden
oder sich einen selber bauen. Alpina verwendet dazu noch einen speziellen Halter
an dem sich der Gaszug abstützt. Kann man sich ja direkt mitbestellen.
In meinem Fall mußte ich noch den Hebel der Drosselklappe verlängern, da diese
etwas zu tief sitzt und der Gaszug sonst an der Drosselklappe schleifen würde.
Dies kann man vermeiden indem man die Drosselklappe etwas höher setzt. Dafür muß
aber der 3,5-Schriftzug weichen. Und den wollte ich unbedingt behalten.
Ich hoffe das war einigermaßen verständlich. Bei Fragen mailt an
J.P.Kohns@web.de.
Gruß Jochen
|